BOJAN SARCEVIC

DIE LIEBLINGSKLEIDER, DIE MÄNNER UND FRAUEN WÄHREND IHRER ARBEIT GETRAGEN HABEN

27. Februar – 02. April 2000

Für das Projekt suchte Bojan Sarcevic fünfzehn Frauen und Männer aus. Mitspieler waren: Automechaniker, Tischler, Bauarbeiter, Küchenhilfen und andere, deren Arbeit neben dem ‘eigentlichen’ Ziel auch noch das produziert, was man Schmutz nennt. Er bat sie, in Kleidungstücken, in denen sie sich besonders wohl fühlen, ihre Arbeit zu verrichten. Über einen längeren Zeitraum schrieben sich die Zeichen der Arbeit – Material und Bewegung – in die Kleidung ein.

Auf Tischen wurden die Kleidungsstücke präsentiert. Hosen, Hemden und Röcke wurden zu skulpturalen Gebilden, behaftet mit einer besonderen Aura. Ein, der normalen, zielorientierten Aufmerksamkeit entzogener – nicht öffentlicher – Zustand des Beschmutztseins wurde in die Permanenz überführt, das Indiz vollbrachter Arbeit wurde zum ausdrucksvollen Zeichen.

Zusammen mit anderen Elementen und Materialien im Raum bildeten die Kleidungsstücke eine Hommage an die körperliche Arbeit und ihre Spuren.

BROSCHÜRE/FALTBLATT