INGO VETTER & ANETTE WEISSER MIT STUDENTEN DER HFK BREMEN

FUTUR PERFEKT

01. Januar – 06. Februar 2000

Space Parkzeit abgelaufen

Im Jahr 2000 wurde mit den Bauarbeiten zum Space Park Bremen begonnen. Es handelte sich dabei um ein sog. Urban Entertainment Center mit Erlebnispark zum Thema Raumfahrt, Themengastronomie, und eine nachträglich hinzugefügte Shopping-Mall. Das Projekt, welches auf dem Gelände der ehemaligen AG-Weser realisiert wurde, war von Anfang an umstritten. Nicht zuletzt deshalb, weil ca. ein Viertel der Gesamtkosten von DM 1 Milliarde aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde. Ob sich das Projekt wirtschaftlich tragen wird, hängt davon ab, ob die überaus optimistischen Prognosen hinsichtlich der zu erwartenden Besucherzahlen eintreffen werden. Wie lange aber kann der Space Park die Menschen begeistern? Fünf Jahre, zehn Jahre oder gar vierzig Jahre?


Die Gruppe >Futur Perfekt< wagte einen Zeitsprung ins Jahr 2010. Aus dieser Warte bietet sich folgendes Szenario: Der Space Park hat aufgrund wirtschaftlicher Probleme Konkurs angemeldet. Nun stellt sich die Frage, wie das ehemalige Entertainment- und Shopping-Center zukünftig genutzt werden soll? Ideen dazu entwickelte die Gruppe >Futur Perfekt<, die AktivistInnen hatten das Gelände besetzt und bereits ein öffentliches Planungstreffen organisiert. Die ersten Ergebnisse wurden anläßlich des 2. öffentlichen Planungstreffens präsentiert, verbunden mit der Einladung, sich selbst mit eigenen Vorstellungen zu beteiligen.

Als Ausstellungsarchitektur diente das Wahrzeichen des Space Parks: Eine Orginal Ariane-Rakete.

>Futur Perfekt< war eine elfköpfige studentische Arbeitsgruppe der Hochschule für Künste Bremen. Die Gruppe konstituierte sich im Laufe eines zweisemestrigen Lehrauftrages von Ingo Vetter und Annette Weisser. >Futur Perfekt< setzte sich zusammen aus: Holger Börgartz, Claudia Christoffel, Derk Claassen, Michael Hennig, Claudia Kapp, Andreas Kotulla, Belaid Le Mharchi, Ulf Treger, Ingo Vetter, Sandy Volz, Annette Weisser.

Begleitend zur Ausstellung gab es drei Veranstaltungen in Kooperation mit city.crime.control . City.crime.control ist ein Projekt zum Thema Stadt, ein Versuch der Selbstorganisierung im Bereich zwischen Kunst, Kultur und Politik.