JIMMIE DURHAM

ZWISCHEN MOBILIAR UND HAUS

17. Februar – 25. April 1999

"Unter den neuen Arbeiten für die Ausstellung werden verschiedene sein, die versuchen, durch Spott und dumme Witze Stein leicht zu machen (frei von dem fürchterlichen Gewicht der Metapher und architektonischer Narration). Einige davon befinden sich in einem Abschnitt vorgetäuschter Dokumentation, der 'Die Gefahren der Petrifizierung' betitelt ist. Dazu zählen ein Stück angegessenes, versteinertes Gebäck – eine 'Madeleine' -, ein versteinerter Gummiball (das Herrchen vernachlässigte das Ballspiel mit seinem kleinen Hund) und die Unterkleider von Lots Frau aus Marmor und Granit. Die Ausstellung wird den Eindruck von (potentiell) verlorener oder unterbrochener Linearität erwecken. Die Besucher sollen nervös, gekitzelt zurück bleiben; verwirrt, aber interessiert: Vorspiel interruptus, ein gelöschtes oder abgestoßenes Labyrinth."

"Es ist einfach eine Skulptur. Es sah wie eine Performance aus, als ich sie gemacht habe. Ich brauchte neun oder zehn Tage. Jeden Morgen warf ich Steine auf den Kühlschrank. Das war, als ginge ich ganz normal zur Arbeit. Man geht in der Früh aus dem Haus und wirft Steine auf den Kühlschrank, bis man seine Form verändert.

"Ich wollte das Gegenteil einer Skulptur machen. Statt mit Werkzeug aus dem Stein eine Skulptur zu hauen, wollte ich den Stein selbst als Werkzeug benutzen, und nicht eine neue Form schaffen, sondern ein bereits existierendes Objekt verändern."

"Ich habe dafür nach einem unschuldigen Objekt gesucht, eines, das niemand zu sehr mag oder zu sehr haßt. Hätte ich ein Auto oder einen Fernseher genommen, hätten sich alle aus unterschiedlichen Gründen gefreut." (Jimmie Durham)

In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein München