OHNE ZÖGERN

DIE PRIVATSAMMLUNG OLBRICHT, TEIL 2

03. Juni – 16. September 2001

Die umfangreiche Sammlung von Thomas Olbricht zeichnet sich durch ihren engagierten und persönlichen Blick auf die jüngste Kunst aus. Eine Kooperation zwischen dem Neuen Museum Weserburg und der Gesellschaft für Aktuelle Kunst machte es möglich, der Öffentlichkeit eine umfassende Auswahl aus dieser Sammlung vorzustellen.

Die gesamte Präsentation war in verschiedene Ausstellungsbereiche unterteilt, die sich an den thematischen Schwerpunkten des Sammlungsbestands orientierten. In den Räumen der Gesellschaft für Aktuelle Kunst wurde ein Thema vorgestellt, dem sich die Kunst der neunziger Jahre mit einem deutlichen Interesse zugewandt hat: die Auseinandersetzung mit Lebensräumen, mit der Stadt, mit banaler oder moderner Architektur, mit Innenräumen und Interieurs, dem Gegensatz zwischen den privaten und den öffentlichen Sphären. In den zur Sammlung Olbricht gehörenden Arbeiten von Haluk Akakce, Peter Doig, Sarah Morris, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Dirk Skreber, Kirsten Stoltman, Jörg Wagner, Andrea Zittel und anderen kann man eine affektive und emotionale Annäherung mit phantastischen Anklängen feststellen. Gebäude können geheimnisvolle Schauplätze sein; die Großstadt wird als Außenhaut, als Oberfläche wahrgenommen; die Ideale der Moderne werden registriert und befragt; Innenräume werden als Sphären der Selbstverwirklichung erfunden und gestaltet.

Doug Aitken, Henry Bond, Miriam Cahn, Jake & Dinos Chapman, Rineke Dijkstra, Marlene Dumas, Sylvie Fleury, Katharina Fritsch, Jitka Hanzlová, Mona Hatoum, Jenny Holzer, John Isaacs, Pippilotti Rist, Jörg Sasse, Gregor Schneider, Elisabeth Peyton, Daniel Pflumm, Andrea Zittel u.v.a. prägten mit ihren wunderschönen, ungewöhnlichen, zum Teil schockierenden Werken dieses Sammlerprofil auf besondere Weise.

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