YANG FUDONG

DREI FILME

17. Januar – 26. Februar 2004

Die Ausstellung zeigte drei Filme des jungen chinesischen Künstlers Yang Fudong:

City Light, 2000 (6 min.)
Liu Lan, 2003 (14 min. s/w)
Honey, 2003 (9 min.)

In seinen Filmen behandelt Yang Fudong die Veränderungen und Ungleichzeitigkeiten in der heutigen chinesischen Gesellschaft. Deplazierte Tradition und ebenso heimatlose westliche Einflüsse mischen sich in den kurzen filmischen Sequenzen, in denen Menschen miteinander agieren, ohne verbale Dialoge zu führen.

Wie wir es aus Stummfilmen kennen sind die Gesten, Bewegungen, Blicke und Minen der Akteure sehr bedeutungsvoll. Träumerische, surreale Begebenheiten jenseits genauerer Bestimmungen von Ort und Zeit vollziehen sich in größter Langsamkeit vor unseren Augen. Vieles bleibt verborgen, rätselhaft oder in vagen Andeutungen.

Die dazugehörige Filmmusik, traditionelle chinesische Volksmusik oder westlicher Jazz mit ihrem jeweiligen typischen Zauber bindet das Unzusammenhängende in eine stimmungsvolle Kontinuität.

Yang Fudong sagte einmal: "Ich konnte die Generation nicht auswählen, in die ich hineingeboren wurde und trotzdem muss ich lernen, mich in diese Zeit einzugewöhnen." Seine Filme wirken, als wenn sich der Künstler selbst seine Träume, die ihm fremd und vertraut zugleich sind, staunend vorführt.

Yang Fudong ist 1971 in Beijing geboren. Er lebt und arbeitet in Shanghai.

Ausstellungen (Auswahl)
2002:
Documenta 11, Kassel 2003: Biennale di Venezia, Büro Friedrich, Berlin, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, The Moore Space, Miami.

Dank an: Yang Fudong, Waling Boers, Alexandra Saheb, Lorenz Helbling