Jochen Lempert

geboren 1958 in Moers, lebt in Hamburg

o.T., 2008/2011
Barytpapier
18 x 24 cm
Auflage: 7, sign., dat., num., exkl. für die GAK
750 Euro

VERGRIFFEN

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", heißt es sprichwörtlich. Doch ist es wirklich nur ein Vogel, den die Fotografie von Jochen Lempert zeigt? Seltsam entrückt gleitet die Schwalbe über die Oberfläche. Im Flug über das Wasser trifft sie auf ihren Doppelgänger. Genießt sie das narzisstische Spiel? Als Spiegelbild interpretiert, bietet die Szenerie Raum zur Reflexion über das eigene Sein, die Erfahrung des Ich im gespiegelten Selbst. Als Schatten begriffen, ist der Doppelgänger ein ephemeres Abbild des Subjekts, unstetig und vergänglich.
Mit dem Blick des studierten Biologen greift Lempert in seinen Fotografien der Tierwelt jene Fragestellungen auf, die das menschliche Sein betreffen. Das Verhältnis zwischen Natur und Kultur erschließt er in pseudowissenschaftlichen Werkgruppen, die in einem Spannungsverhältnis von sinnlicher Ausdrucksweise und naturwissenschaftlicher Tradition stehen.