Marcel Hiller

geboren 1982 in Potsdam-Babelsberg, lebt in Köln

jig one - jig twenty-three, 2014
Fransenköder in Holzrahmen
17 x 22 cm (Rahmen)
23 Unikate, sign., dat., num., exkl. für die GAK
460,- Euro

Marcel Hillers Jahresgabe für die GAK widmet sich dem Milieu und Material des Fliegenfischens – einer Variante des Angelns, welche sich durch die sehr aufwändige Köderimitation auszeichnet. Mit großer Sorgfalt und Detailgenauigkeit werden natürliche Beutetiere wie z.B. Insekten nachgebildet oder auch frei erfundene „Reizfliegen“ gebunden, bestehend aus Fell, Vogelfedern, Kunststoff und einem Angelhaken. Mittels Akribie, Zeit und Farbgebung, welche in die Anfertigung dieser kleinen Objekte fließen, werden massenhaft in der Natur vorkommende Schwarmwesen zu kunstvollen Unikaten erhoben.

Hiller hat 23 Angelköder gesammelt und einzeln in Holzrahmen platziert. Präparierten Insekten in Sammlungskästen gleich erwecken die Köder einen ambivalenten Eindruck zwischen belebter und unbelebter Materie. Mit ihren zarten Federn und bunten Fransen wirken sie auf den ersten Blick leicht und verspielt – konterkariert durch die metallisch aufblitzenden Widerhaken, welche einen Moment der Härte und Unerbittlichkeit evozieren.