SIBYLLE SPRINGER

*1975 in Münster, lebt in Berlin und Bremen

poisonous pleasure, 2018
Glasfläschchen, Glas, Holz, Pappe, Wasser
24 x 12 x 10 cm
Auflage: 3, sign., dat., num., exkl. für die GAK
580,- Euro


Umgeben von einer Vitrine steht ein mit Flüssigkeit gefülltes Ketaminfläschchen, archivarisch präsentiert als Zeugnis unserer Zeit. Mit ihrer Jahresgabe verlässt Sibylle Springer ihr gewohntes Medium der Malerei, bleibt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Zwiespältigen jedoch treu. In poisonous pleasure befasst sich Springer mit den Ambivalenzen in der Nutzung von Ketamin.

Neben der Anwendung im medizinischen Bereich als Narkose- und Schmerzmittel wird Ketamin aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung auch als Partydroge konsumiert und kann zudem als K.-o.-Tropfen verwendet werden. Springer lotet in ihrer Arbeit das Schwankende, das Ambivalente der Substanz aus: so kann Ketamin an ein und demselben Ort - einer Party - als lust- oder aber auch als leidbringende Droge eingesetzt werden. Der Titel der Arbeit macht es deutlich: In beiden Fällen handelt es sich um ein toxisches Vergnügen.