Peter Piller

geboren 1968 in Fritzlar, lebt in Hamburg

Archiv Peter Piller, aus: Von εrde schöner, εinzelbild, 2002-2004
digitaler C-Print (gerahmt)
25 x 25 cm (Blatt)
35 x 35 cm (Rahmen)
2 Unikate, sign., dat.
800 Euro

VERGRIFFEN

Peter Piller ist auf der Suche nach den Mythen und Absurditäten unserer alltäglichen Wirklichkeit. Etwa, wenn er gefundene Zeitungsbilder zu Gruppierungen wie Müll als Skulptur oder In Reihe stehende Menschen zusammenfasst. Oder wenn er einen Firmennachlass von rund 12.000 Luftbildern von Einfamilienhäusern aus den 1980er Jahren auswertet, die den stolzen Besitzern einst zum Kauf angeboten wurden. Die im Nachlass enthaltenen Negative und Fotograien ordnet Piller unter dem gemeinschaftlichen Titel Von εrde schöner auf seine Weise. Er registriert Zusammenhänge, wo ursprünglich keine waren, und schafft so Untergruppen wie Schlafende Häuser (Häuser mit heruntergelassenen Jalousien) oder Behelfsheime (Häuser mit Zelt im Garten) – für den Betrachter fast unbemerkt und erst auf den zweiten Blick erkennbar. Bei der Entwicklung der Negative lässt er die typische Farbgebung der 1980er Jahre in die Gegenwart „korrigieren“, was eine unterschwellige Irritation hervorruft.
Für die GAK stellt er zwei Einzelbilder aus der Serie Von εrde schöner zur Verfügung.