Shannon Bool
JAHRESGABEN 2010/2011
Eröffnung: 26. November 2010, 19 Uhr
27. November 2010 - 30. Januar 2011
In sublimer Melancholie und mit präzisem Auge entwickelt sie ein verwobenes System von Bezügen, Wertigkeiten und Intentionen, die vergleichbar sind mit den Bezugsrahmen und Ideologien spezialisierter Wissensgebiete. Aber diese Wissensgebiete sind bei Bool nicht linear und direkt zu durchschauen, sondern geheimnisvoll und verschlüsselt. Material und Inhalt werden in ihrem Kontext verschoben, um näher an die Komplexität heutiger Wirklichkeiten zu rücken. Es geht um die Gegenüberstellung von sichtbaren und unbewusst gewussten Bildern. Dementsprechend skizziert Bools Werk das Spannungsverhältnis zwischen Rationalität und Irrationalität, utopischer Avantgarde und heutigen Wunschvorstellungen und schließlich den Fragestellungen einer Gesellschaft und den Möglichkeiten künstlerischer Produktion. Konsequent sucht sie Auswege aus den traditionellen und figürlichen Darstellungssystemen der Kunst, indem sie Traditionsfäden referentiell aufnimmt und in ihre ganz eigene künstlerische Sprache übersetzt.
Nach zahlreichen Teilnahmen an nationalen und internationalen Gruppenausstellungen ist die Präsentation in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Shannon Bools erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem CRAC Alsace, Centre Rhénan d’art Contemporain, Altkirch.
Es erscheint ein Katalog bei jrpIringier.
